Wie wirken Luftbefeuchter auf das Raumklima?

Luftbefeuchter können Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden erheblich verbessern, aber nicht das Lüften ersetzen. 

Die Luftqualität wirkt sich unsere körperliche und geistige Verfassung aus. Ist sie gut, fühlen wir uns wohl, können uns besser konzentrieren und sogar besser schlafen. Pflanzen, Haustiere, Möbel und natürlich wir selbst nehmen Einfluss auf das Raumklima und verändern die Zusammensetzung der verschiedenen Bestandteile der Luft, die durchschnittlich aus 21 % Sauerstoff, 78 % Stickstoff, 1 % Edelgasen und 0,03 % Kohlendioxid besteht. Wird Feuchtigkeit und Kohlendioxid an die Raumluft abgegeben, das passiert alleine durch die Atmung, nimmt der Sauerstoffgehalt ab. Die Luft wird stickiger und wir haben Mühe, uns zu konzentrieren. Zudem steigt die Infektionsgefahr. Ein kompletter Luftaustausch alle zwei Stunden ist ideal für die Wohlfühlatmosphäre zu Hause oder im Büro.

Im Zusammenhang mit einem gesunden Raumklima sind Luftbefeuchter eine gute Investition. Sie geben Feuchtigkeit an zu trockene Raumluft ab und zeigen im Gegensatz zu Maßnahmen wie Wäsche aufhängen oder Schalen mit Wasser aufzustellen langfristige Effekte, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen. Empfohlen wird eine Luftfeuchtigkeit von 40 bis 60 %. Ähnlich wie frische Luft hat auch optimale Raumfeuchte positive Auswirkungen auf unseren Organismus. Einander ersetzen können sie jedoch nicht. Die Luft von draußen ist kalt und trocken, aber frisch. Der Luftbefeuchter kann die Raumluft nicht mit Sauerstoff versorgen, sie aber sättigen.  

1. Unterstützung der körpereigenen Abwehr: Unsere Schleimhäute des Atmungstraktes (Nase, Bronchien, Lunge) erfüllen eine wichtige Schutz- und Selbstreinigungsfunktion. Innerhalb der Atemwege findet ein kontinuierlicher Reinigungsprozess statt. Klinische Untersuchungen ergaben, dass eine Austrocknung der Schleimschicht von außen durch zu geringe Luftfeuchtigkeit diese Reinigungsleistung maßgeblich beeinflusst. Bei einer relativen Luftfeuchtigkeit weniger als 20 % wird die Immunabwehr des Körpers um eine wichtige Schutzfunktion (Transportgeschwindigkeit der Flimmerhärchen) geschwächt. Auch zeigte sich, dass bei einer relativen Luftfeuchte zwischen 20 % und 35 % das Risiko, sich mit einem Influenza-A-Virus anzustecken etwa dreimal so hoch ist im Vergleich zu einer mittleren Raumluftfeuchte von 50 %.

2. Dem „Trockenen Auge“ gegensteuern: In der Regel schützt ein Tränenfilm unsere Augen vor negativen Umwelteinflüssen. Doch PC-Arbeit in Kombination mit trockener Raumluft lassen Tränenflüssigkeit verstärkt verdunsten. Der Lidschlag reduziert sich, der Tränenfilm wird nicht häufig genug aufgefrischt. Geschwollene Augenlider, Rötungen, Fremdkörpergefühl oder Brennen sind das Resultat. In der Luft vorhandene Partikel können zu erheblichen Reizungen und Infektionen der Bindehaut führen. Eine optimale Luftfeuchtigkeit hilft, den Tränenfilm geschmeidig zu halten. Erhöhen wir die Sättigung des Wasserdampfs mit einem Luftbefeuchter in der Luft, können wir wieder problemlos blinzeln. Insbesondere Kontaktlinsenträger können von einer gut befeuchteten Raumluft profitieren: Bei ausreichend feuchter Luft wird der Kontaktlinse weniger Feuchtigkeit entzogen, das Auge weniger strapaziert.

3. Unsere Haut benötigt eine stabile Grundfeuchtigkeit: Hier helfen Cremes und ein gesundes Raumklima, um die Haut mit ausreichend Feuchtigkeit zu versorgen. Bei zu geringen Luftfeuchtewerten (unter 20 %) wird die Haut spröde und rissig. Chronische Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Schuppenflechte verschlechtern sich. Forscher haben herausgefunden, dass die Haut bei einer Luftfeuchte von unter zehn Milligramm pro Liter in Stress gerät.

4. Durchschlafen und weniger Schnarchen: Wenn Sie über einen längeren Zeitraum unruhig schlafen, sollten Sie mittels Hygrometer die Raumfeuchte messen. Ist diese zu niedrig, hilft ein Luftbefeuchter. Unser Körper wird bei zu niedriger Luftfeuchtigkeit von unter 40 % belastet und findet keine Ruhe. Ist die Luft optimal gesättigt, kann er sich erst erholen. Insbesondere Babys und Kleinkinder reagieren auf ein zu trockenes Raumklima. Übrigens: Ausreichende Luftfeuchtigkeit kann die Atemwege befreien und somit die dauerhafte Lösung für Schnarcher sein. Leidet man an einer Erkältung und der Luftstrom fließt nicht mehr frei durch Nase und Rachen, ist ebenfalls die Erhöhung der Luftfeuchte probates Mittel.

Gerne beraten wir Sie, welcher Luftbefeuchter für Sie infrage kommt. Erste Informationen bekommen Sie auch über unseren Artikel Welche Arten von Luftbefeuchtern gibt es?   
 
Gut zu wissen: Wenn Sie einen Luftbefeuchter nachts einsetzen, sollten nicht zusätzlich das Fenster geöffnet oder gekippt sein. Das würde die Arbeit des Luftbefeuchters erschweren. Er müsste die kalte, trockene Außenluft ebenfalls befeuchten. Unsere Empfehlung ist, nach dem Aufstehen und vor dem Zubettgehen kurz durchzulüften, dann aber das Fenster zu schließen.   

Luftbefeuchter
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